Durch einen extrem kurzen reproduzierbaren Schlagimpuls werden mit einer sehr geringen Masse im Millisekundenbereich 300 Tonnen Trennkraft erzeugt. Der Schlagimpuls erzeugt Schallwellen, die das zu trennende Material in Schallgeschwindigkeit durchlaufen. Vom unteren Ende der Matrize her reflektieren diese Schallwellen und werden in Zugwellen umgewandelt. Damit die Druck- und Zugwellen auch den gewünschten Trennvorgang bewirken können, wurde ein mechanisches, patentiertes Impulsrichtersystem in das Werkzeug integriert, welches die Umsteuerung der Zugwellen garantiert. Gleichzeitig entsteht durch diesen Impuls an der gewünschten Trennfläche eine Temperatur von ca. 70-80 % des Schmelzpunktes des jeweils zu trennenden Werkstoffes. Da diese Temperatur nur im Millisekundenbereich anliegt, entsteht dadurch keine Verhärtungen oder Gefügeveränderungen.
Bei allen bisher bekannten Scherverfahren fängt der Werkstoff zu fließen an, was immer eine Gefügeveränderung zur Folge hat, die nur durch eine zusätzliche Wärmebehandlung wieder eliminiert werden kann. Die von Schuster entwickelte adiabatische Impulstrennung bewirkt, dass die Wärme nicht an die Umgebung abgegeben wird.
Die Beschleunigung des Impulsgebers, welcher den Schlagimpuls erzeugt, wird durch eine komplexe, spezielle Software elektronisch gesteuert und überwacht. Innerhalb weniger Minuten kann die Maschine durch Eingabe der jeweiligen Werkstoffparameter, des Vorschubes und des Werkstoffdurchmessers sowie durch Austausch der Formmatrizen aus- bzw. umgerüstet werden. Vollmaterial aller Legierungen Stahl, Alu, Titan, MS, usw., sowie Rohre und Profile können innerhalb kürzester Zeit mit der völlig neuen Technologie umweltschonend getrennt werden.